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04.03.2016

Private Equity als Treiber der notwendigen Transformation der Handelsbranche

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Corporate Finance

Handelsunternehmen fehlen finanzielle Mittel und Kompetenzen zur strategischen Neuausrichtung. Private Equity kann hier Abhilfe schaffen.

Der traditionelle Handel leidet nicht nur unter einem erhöhten Kapitalbedarf, sondern auch unter steigendem Kompetenzmangel hinsichtlich der fortschreitenden Digitalisierung. Gleichzeitig sieht sich die Branche aufgrund der vielen digitalen Wettbewerber einem starken Innovationsdruck ausgesetzt. Deshalb muss die Transformation des Handels schnell gelingen. Die Lösung könnte in Private Equity liegen. Neben der wichtigen Rolle als Finanzierungsquelle ist Private Equity vor allem Wegbereiter der strategischen Neuausrichtung und erfolgreichen Restrukturierung von Handelsunternehmen. Dabei fördern Private Equity-Gesellschaften neue Technologien und Innovationen durch ihre Zusammenarbeit mit Start-Ups und jungen Unternehmen. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung BearingPoint und des Instituts für Internationales Handels- und Distributionsmanagement (IIHD).

Kay Manke, Partner bei BearingPoint und Co-Autor der Studie, kommentiert: Digitalisierung sowie über Jahre vernachlässigte Innovationen und Investitionen machen einen Strukturwandel im Handel unabdingbar. Allerdings können viele innovative Konzepte und Dienstleistungen aufgrund der notwendigen hohen Investitionen und mangelnden Kompetenzen nicht verwirklicht werden. Private Equity-Gesellschaften könnten hier die Lösung sein, da sie über viel nicht investiertes Kapital verfügen. Durch ihren hohen Erfahrungsschatz wissen sie oft auch sehr gut, wo Wertsteigerungspotenziale möglich sind und fördern damit Wachstum.

Handel mit strukturellen Problemen in der digitalen Ära

Bislang waren die meisten Handelsunternehmen nicht in der Lage, die dringend notwendige Transformation strategisch anzugehen, da ihnen vielfach die Transformationskompetenz fehlt. Auf der Suche nach Effizienzvorteilen haben sich Handelsunternehmen in der Vergangenheit rein auf Prozessoptimierungen fokussiert. Durch diesen Effizienzfokus wurde eine strategische Sichtweise „verlernt“ – und mit ihr die Fähigkeit, sich neu auszurichten und Geschäftsmodelle anzupassen. Gleichermaßen erschwert dies jedoch die Kapitalbeschaffung aufgrund eines höheren Risikoprofils.

Private Equity als Partner für den Handel

Das Transaktionsvolumen von Private Equity wächst kontinuierlich. Allein in Deutschland zeichnete sich in den vergangenen Jahren ein jährliches Wachstum von 18,5 Prozent ab . Das Private Equity Transaktionsvolumen von 7,1 Mrd. Euro überstieg die von Kreditbanken vergebenen Investitionskredite um das eineinhalbfache. Dabei überstieg das noch zur Verfügung stehende Kapital das Transaktionsvolumen um das fünffache. Private Equity-Gesellschaften verfügen also sowohl über das erforderliche Kapital zur Transformation als auch über die Fähigkeit, komplexe Restrukturierungsprogramme innerhalb kurzer Zeit erfolgreich durchzuführen und das Unternehmen wieder auf einen Wachstumspfad zu bringen, indem strategische, strukturelle, operative und finanzielle Maßnahmen umgesetzt werden. Ihr Vorgehen besticht dabei insbesondere durch eine klare Ergebnis- beziehungsweise Erfolgsorientierung sowie eine außerordentliche Stringenz im Ablauf des Restrukturierungsprogrammes. Private Equity-Gesellschaften verfügen über eine ganze Palette an Strategien. Wachstums- und Konsolidierungsstrategien sowie Performance Improvement- und Restrukturierungsstrategien erlauben Private Equity-Unternehmen die Realisierung von Wertsteigerungspotenzialen.

Prof. Dr. Jörg Funder, geschäftsführender Direktor des IIHD Instituts, erläutert: Mit Unterstützung von Private Equity können Handelsgesellschaften die Herausforderungen in der Digitalwirtschaft überwinden und ihr Wachstumspotenzial enorm erweitern. Allerdings müssen sie die Transformationsprozesse schnell vollziehen, um nicht langfristig gegenüber innovativen Händlern an Boden zu verlieren. Es besteht also dringender Handlungsbedarf.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

(Pressemitteilung Bearing Point vom 03.03.2016)


Redaktion

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