• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Private Equity: Konjunkturresistente und nachhaltige Geschäftsmodelle gewinnen an Bedeutung

06.03.2020

Private Equity: Konjunkturresistente und nachhaltige Geschäftsmodelle gewinnen an Bedeutung

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© stanciuc/fotolia.com

Die Private Equity-Branche setzt auf die Weiterentwicklung der Portfoliounternehmen. Nachhaltige Geschäftsmodelle werden dabei immer wichtiger. Das Thema ökologische Nachhaltigkeit wirkt sich immer konkreter auf das Anlageverhalten in der Private Equity-Branche aus: Unter den wichtigsten Kriterien für das Portfoliomanagement liegt das Thema im Vergleich zum Vorjahr am stärksten zu (5%) und landet so unter den Top-5. Das ist eines der Kernergebnisse des „European Private Equity Outlook 2020“, für den Roland Berger europaweit rund 2.500 Private Equity-Experten befragt hat.

Die gestiegene Aufmerksamkeit der Investoren für ökologische Nachhaltigkeit spiegelt laut der Studienautoren nicht nur die starke öffentliche Sensibilität für Umweltthemen wider. Die Klimaverträglichkeit des Anlageportfolios sei heute auch ein zentraler Faktor für die Werthaltigkeit der Assets.

70% der Analysten rechnen mit einem wirtschaftlichen Abschwung in Europa

Schwächelnde Ökonomie führt zu Investitionen in konjunkturresistente Unternehmen Insgesamt geht die Branche verhalten optimistisch ins Jahr 2020. Etwa ein Drittel der Befragten erwartet im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderung bei M&A-Transaktionen mit Private Equity-Beteiligung, 29% rechnen mit einem leichten Anstieg. Allerdings gehen 42% der Befragten von einem leichten Rückgang der europäischen Wirtschaft aus; fast zwei Drittel der Private Equity-Profis (70%) bereiten sich auf einen potenziellen Wirtschaftsabschwung vor.

Investitionen in stabile Unternehmen, die weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen sind, gelten laut der Umfrage als die wirksamsten Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Abschwung. Der Fokus der Aktivitäten liege auch in der Konsolidierung des Portfolios. Das geringe Interesse an Neugeschäft mag auch an der Bewertung der Märkte liegen; 94% der Private Equity-Profis halten den Markt gegenwärtig für überbewertet, stellen die Studienautoren fest.

Große Unterschiede zwischen Regionen

Die prognostizierte Entwicklung des Private Equity-Markts unterscheidet sich signifikant nach Regionen. So wird für Skandinavien ein Wachstum der M&A-Aktivitäten von 2,3% im Vergleich zu 2019 erwartet. Auch für Italien und Griechenland rechnen die Experten mit einem Aufholeffekt und einem Wachstum von 1,5 bzw. 1,4%. Großbritannien, DACH und Frankreich werden im Jahr 2020 voraussichtlich stabil bleiben.

Die Branchen mit den größten Umsatzerwartungen haben sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht grundlegend verändert. An der Spitze steht für 2020 Technologie, Software & Medien (90%) gefolgt von Pharma & Healthcare (81%) sowie Business Services & Logistics (59%). Abgeschlagen am Ende der Skala finden sich Automotive (7%) und Bauindustrie (11%).

Investoren auf der Suche nach innovativen Technologieansätzen

Die Investoren seien nach wie vor besonders an Firmen mit innovativen Technologieansätzen interessiert, von denen sie sich hohe Wachstumsraten in den kommenden Jahren versprechen. Zudem gelten auch 2020 insbesondere kleine und mittlere Unternehmen als aussichtsreiche Ziele, stellen die Studienautoren fest.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen.

(Pressemitteilung Roland Berger vom 25.02.2020)

 


Redaktion

Weitere Meldungen


Startup on Display of Vending Machine.
Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

28.09.2022

Start-up-Report 2022: Zahl der Start-ups überwindet Corona-Knick und steigt im Jahr 2021 wieder an

Der Bestand an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland hat sich wieder erholt. Nach dem coronabedingten Knick im Jahr 2020 stieg die Zahl der Start-ups 2021 auf 61.000 an. Im Corona-Jahr 2020 war ihre Zahl auf 47.000 gesunken. Der Anstieg im vergangenen Jahr ist vor allem auf die wiederbelebte Gründungstätigkeit zurückzuführen. Durch diesen Basiseffekt ist auch die Zahl der Start-up-Gründungen gestiegen. Zugleich hat sich die Struktur der Gründungstätigkeit verändert: Es gründeten deutlich mehr Jüngere („U30“), was sich ebenfalls positiv auf die Zahl der Start-ups auswirkt, da die Projekte jüngerer Gründerinnen und Gründer häufiger Start-up-Merkmale aufweisen.

Start-up-Report 2022: Zahl der Start-ups überwindet Corona-Knick und steigt im Jahr 2021 wieder an
Finanzen, Krise, Verknappung
Meldung

© djvstock/fotolia.com

27.09.2022

Restrukturierungsstudie: Energiekrise, hohe Inflation und steigende Zinsen – Unternehmen sind auf externe Schocks nicht vorbereitet

Pandemie, Ukrainekrieg, Versorgungsengpässe, Inflation – Unternehmen sehen sich parallel mit diversen Krisen konfrontiert. Zudem müssen Firmen ihre Digitalisierung vorantreiben und den gestiegenen ESG-Anforderungen nachkommen. Diese vielfältigen Herausforderungen spiegeln sich auch in der aktuellen „Restrukturierungsstudie 2022“ von Roland Berger wider: 92% der befragten Experten und Expertinnen erwarten eine Zunahme der Restrukturierungsfälle. Mehr als die Hälfte sieht die Unternehmen nur bedingt oder gar nicht auf exogene Schocks vorbereitet.

Restrukturierungsstudie: Energiekrise, hohe Inflation und steigende Zinsen – Unternehmen sind auf externe Schocks nicht vorbereitet
Working Capital Management
Meldung

© Coloures-pic/fotolia.com

27.09.2022

Working Capital Report: Hersteller verbessern Working Capital Management, Zulieferer nicht

Die Automobilindustrie war in den vergangenen Jahren mit gleich mehreren großen Herausforderungen konfrontiert: Lockdowns infolge neuer Corona-Wellen, unterbrochene Lieferketten, starke Nachfrageschwankungen sowie ein Mangel an wichtigen Materialien und Bauteilen – Stichwort Chipkrise – setzten der Branche zu. Trotz dieser widrigen Umstände ist es den Unternehmen gelungen, ihre Umsätze zwischen 2017 und 2021 um 9% zu steigern und die Kapitalbindungsdauer um einen Tag zu verringern. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Herstellern und Zulieferern: Während die Original Equipment Manufacturer die Kapitalbindungsdauer seit 2017 von 19 auf 14 Tage drücken konnten, ist diese Kennzahl bei den Zulieferern in den vergangenen fünf Jahren auf 56 Tage gestiegen (plus sechs Tage).

Working Capital Report: Hersteller verbessern Working Capital Management, Zulieferer nicht
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank