• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Trotz Krisen bleibt der volkswirtschaftliche Beitrag der KMU hoch

13.08.2024

Trotz Krisen bleibt der volkswirtschaftliche Beitrag der KMU hoch

KMU erwirtschafteten laut der aktuellen statistischen Daten in 2022 mehr als 2,66 Billionen Euro – das sind über 27 % des gesamten Umsatzes in Deutschland.

Beitrag mit Bild

©number1411/fotolia.com

Mehr als 3,4 Millionen Unternehmen in Deutschland zählen gemäß der KMU-Definition der Europäischen Kommission zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), das sind über 99 % aller Unternehmen der Privatwirtschaft. Sie erwirtschafteten laut der aktuellsten statistischen Daten in 2022 mehr als 2,66 Billionen Euro. Das waren über 27 % des gesamten Umsatzes in Deutschland. Insgesamt steuerten sie 55,7 % zur gesamten Nettowertschöpfung aller Unternehmen bei – 6 % mehr als in 2021.

Mehr als die Hälfte aller abhängig Beschäftigten (19 Millionen) in Deutschland arbeitet in einem Kleinst-, Klein- oder mittelgroßen Unternehmen. Auch finden sich weiterhin über 70 % aller Auszubildenden in den KMU. Allerdings sinkt in den Kleinstunternehmen (weniger als 10 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte) seit Jahren die Anzahl der Auszubildenden, sodass diese Unternehmen mittelfristig ihren Fachkräftebedarf voraussichtlich nicht mehr über ihre eigene betriebliche Berufsausbildung werden decken können.

Mittelstand umfasst KMU und größere Familienunternehmen

Zu den mittelständischen Unternehmen zählen nach Definition des IfM Bonn nur diejenigen Unternehmen, bei denen Eigentum und Leitung in der Hand von maximal zwei natürlichen Personen oder deren Familienangehörigen liegen. Daher zählen auch Unternehmen mit über 250 Beschäftigten zum Mittelstand, wenn die Familienangehörigen noch mindestens 50 % der Unternehmensanteile halten und aktiv in der Geschäftsführung tätig sind. Da die qualitativen Merkmale des Mittelstands (Art der Geschäftsführung, Eigentumsverhältnisse und wirtschaftliche Unabhängigkeit) nicht in den amtlichen Statistiken berücksichtigt sind, ermittelt das IfM Bonn jährlich die volkswirtschaftliche Bedeutung des Mittelstands auf Basis der KMU-Definition.

Unabhängig davon schätzen die IfM-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unregelmäßigen Abständen die Anzahl der Familienunternehmen sowie deren Anteile am Gesamtumsatz und an der Gesamtbeschäftigung in Deutschland. Demnach erwirtschafteten bei der letzten Schätzung in 2019 die rund 3,2 Millionen Familienunternehmen rund 37 % aller Umsätze und beschäftigten hierzulande rund 56 % aller sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

(IfM Bonn vom 12.08.2024 / RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

© johas/fotolia.com

19.04.2026

Exportwachstum der Industrie droht Halbierung bis 2035

Die Exporte der deutschen Industrie könnten künftig deutlich langsamer wachsen als bisher. Sind sie in den vergangenen zehn Jahren um 2,1 % pro Jahr gestiegen, könnte sich das Wachstum bis 2035 auf 1,3 % jährlich reduzieren, wie eine aktuelle Modellierung von Deloitte zeigt. Entscheidend für den Rückgang ist, dass die Ausfuhren in die beiden größten Märkte –

Exportwachstum der Industrie droht Halbierung bis 2035
Meldung

pitinan/123.rf.com

16.04.2026

Finanzverantwortlichen fehlen Mindestregeln für KI-Einsatz

Fast die Hälfte (45 %) der Unternehmen, die sich selbst als „KI-Vorreiter“ bezeichnen, verfügen laut einer neuen Studie von Payhawk nicht über die notwendigen grundlegenden Governance-Strukturen, um KI sicher in Finanzprozessen zu skalieren. Die aktuelle Studie stellt zudem die gängige Annahme infrage, dass die KI-Reife entlang eines definierten Pfads erläuft. Selbst innerhalb der Kategorie der

Finanzverantwortlichen fehlen Mindestregeln für KI-Einsatz
Meldung

© ferkelraggae/fotolia.com

14.04.2026

Immer weniger Mittelständler wollen einen Kredit aufnehmen

Immer weniger mittelständische Unternehmen interessieren sich für eine Kreditaufnahme bei ihrer Bank oder Sparkasse. Nur 27 % der Mittelständler in Deutschland sind grundsätzlich bereit, einen Bankkredit zur Investitionsfinanzierung aufzunehmen – das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren. Im Jahr 2023 zogen noch 42 %, 2017 sogar 66 % der Unternehmen eine Kreditfinanzierung in Betracht. Das sind Ergebnisse

Immer weniger Mittelständler wollen einen Kredit aufnehmen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)