• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • World Class Finance: Digitalisierung und analysebasierte Entscheidungen schaffen Agility

20.10.2016

World Class Finance: Digitalisierung und analysebasierte Entscheidungen schaffen Agility

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

World Class Finanzabteilungen internationaler Großunternehmen benötigen bis zu 44% weniger Personal und 42% weniger Kosten, obwohl sie weitaus effektiver, dynamischer und transparenter agieren als durchschnittliche Unternehmen. Demnach können zum Beispiel Unternehmen mit einem Umsatz von rund 10 Mrd. USD bis zu 40 Mio. USD pro Jahr einsparen, wenn sie World-Class Performance-Niveau im Finanzbereich erreichen.

World Class Finanzabteilungen internationaler Großunternehmen benötigen bis zu 44 Prozent weniger Personal und 42 Prozent weniger Kosten, obwohl sie weitaus effektiver, dynamischer und transparenter agieren als durchschnittliche Unternehmen. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Studie der Hackett Gruppe, die auf mehreren hundert Benchmarks, Beratungsprojekten und Performancesstudien basiert; etwa ein Drittel davon bei europäischen Unternehmen.

Demnach können zum Beispiel Unternehmen mit einem Umsatz von rund zehn Milliarden Dollar bis zu 40 Millionen Dollar pro Jahr einsparen, wenn sie World-Class Performance-Niveau im Finanzbereich erreichen. Die Hackett-Studie identifiziert dabei  fünf Schlüsselfaktoren, durch deren konsequente Nutzung Unternehmen sich in Richtung World Class verbessern können:

  • Digitalisierung: Cloud-basierte Applikationen, neue Technologien wie Robotics sowie die Anwendung von Business Analytics generieren eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten, wie der Finanzbereich die Unternehmensziele unterstützen kann. So zeigt die Hackett Studie, dass über 70 Prozent der Unternehmen große Transformationen im Finanzbereich planen, dabei haben die meisten Unternehmen bis heute wenig in die genannten Bereichen investiert.  Jörg Liphard, Finanzexperte bei The Hackett Group, schätzt, dass sich durch Investitionen zur Erhöhung der Automatisierung beispielsweise im Bereich der Rechnungsstellung bis zu 76 Prozent geringere Kosten, eine 40 Prozent geringere Fehlerquote und 44 Prozent schnellere Durchlaufzeiten erzielen lassen.

„Gerade das Thema Robotics ist ein Bereich, der sich rasch entwickelt mit einer steigenden Anzahl vor Anbietern. Bei der Einführung von Robotics geht es nicht primär um die Implementierung einer einzelnen Lösung, sondern vielmehr um die Implementierung eines geeigneten Toolsets, um das Maximum aus den gegebenen Rahmenbedingungen herauszuholen.“, erläutert Jörg Liphard. Einige führende Unternehmen haben bereits begonnen, detailliert das Potential von Robotics für die Bearbeitung von Standardanfragen in den Bereichen Kreditoren und Debitoren zu eruieren. Bereits verfügbare Lösungen werfen in den Unternehmen die Frage auf, ob Off-Shoring von Aktivitäten zur Senkung von Prozesskosten noch nötig ist.

  • Analysebasierte Entscheidungsfindung: Eine neuartige Art des Informationsmanagements ist nötig, um Unternehmen schneller und flexibler zu machen. Beispielsweise werden Systeme benötigt, die externe Bedingungen überwachen, analysieren und mit internen Unternehmensdaten verknüpfen. World-Class Finanzorganisationen haben eine weiterführende Informationen- und Datenstruktur eingeführt, die eine effektive und dynamische Analyse von Informationen ermöglicht, die zudem auf die internen Bedingungen abgestimmt ist. Generell gibt es in diesem Bereich großen Nachholbedarf: Bei rund 56 Prozent der untersuchten Unternehmen machen die Mitarbeiter die Planung nach wie vor in traditioneller Tabellenkalkulation und wenden mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit für Datenermittlung und -bereitstellung auf, anstatt für Analysen.
  • Verschiebung des Fokus von transaktionalen hin zu wertschöpfenden Tätigkeiten: World-Class Unternehmen haben ein globales Organisationsmodel eingeführt, das Shared Service Center (SSC) oder Global Business Services (GBS) beinhaltet, in denen transaktionale Prozesse zentralisiert werden. Hierdurch wird der Fokus des klassischen Finanzeberichs hin zu analytischen Tätigkeiten verschoben, die einen grundlegenden Wertbeitrag für die Unternehmensziele und das Unternehmensergebnis liefern.  Mit 36 Prozent der Beschäftigten setzen World Class Unternehmen einen größeren Anteil für Analyse, Planung und Strategien ein als die Peer Group (26 Prozent) und nur 49 Prozent der Mitarbeiter befassen sich mit Transaktionsprozessen – bei der Peer Group sind es 60 Prozent.
  • Mitarbeiter: Eine der größten Herausforderungen der Finanzbereiche ist die Kompetenz und das Know-how ihrer Mitarbeiter den Anforderungen des Unternehmens anzupassen.  Die Zielsetzung für den Finanzbereich ist es, mehr und mehr die Unternehmensleitung zu unterstützen, schnell auf Veränderungen zu reagieren sowie Änderungen schnell und erfolgreich umzusetzen. Dies bedeutet, dass die Mitarbeiter des Finanzbereichs sich neben den Kernkompetenzen wie Buchhaltung und klassisches Controlling weiterentwickeln müssen in Richtung unternehmerisches Verständnis und strategischer Fähigkeiten. World-Class Unternehmen zeichnen sich zudem durch weniger Hierarchieebenen aus und bieten dem Personal weitaus größere Eigenständigkeit zur Entscheidungsfindung als durchschnittliche Unternehmen.

Jörg Liphard zieht Fazit: „Um den World Class Status zu erreichen, müssen sich Finanzbereiche weiterentwickeln. Als erste Schritte dazu sollten sie ihre momentanen Fähigkeiten analysieren und prüfen, wie ihr Angebot die Unternehmensstrategien und Unternehmensentscheidungen unterstützt. Daneben sollten sie evaluieren, was ihr wirklicher Beitrag zum Unternehmensergebnis ist. Insbesondere sollten sie möglichst vorhandene Komplexität abbauen. Dies  alles ist nicht einfach, es braucht Zeit und Engagement auf allen Unternehmensebenen –das Ergebnis aber lohnt sich auf alle Fälle.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung The Hackett Group vom 13.10.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©aksanakoval / 123rf

23.09.2022

Das Klima im Fokus: M&A-Transaktionen im ESG-Sektor im Anstieg

Laut des M&A-Marktreports zum Bereich Environmental, Social & Governance Technology (ESG) des M&A-Beratungsunternehmens Hampleton Partners zielten in der ersten Jahreshälfte 2022 weltweit 93 Deals auf ein ESG-Unternehmen ab – das ist ein Anstieg von 173% gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Der Environmental, Social & Governance Technology M&A Market Report von Hampleton Partners untersucht Transaktionen, die in den letzten fünf Jahren auf Unternehmen abzielten, die sich auf ESG-Techunterstützung spezialisiert haben. Der Schwerpunkt liegt auf Software, Outsourcing-Services und Beratung sowie auf Technologielösungen im weiteren Sinne.

Das Klima im Fokus: M&A-Transaktionen im ESG-Sektor im Anstieg
Dividende
Meldung

© Coloures-pic/fotolia.com

23.09.2022

Rekord-Dividende der DAX-Konzerne fließt zum Großteil an ausländische Anleger

Noch nie schütteten die DAX-Konzerne so viel Dividenden aus wie in diesem Jahr: 51 Mrd. € gingen an die Investoren. Im Jahr zuvor waren es nur 36 Mrd. € gewesen. Deutsche Anleger haben allerdings wenig vom Geldregen durch die DAX-Dividenden, denn die Wertpapiere von Deutschlands Top-Index befinden sich mehrheitlich – zu 53% – in der Hand ausländischer Investoren. Anleger aus Deutschland besitzen lediglich etwas weniger als ein Drittel (30%) der Wertpapiere der wichtigsten Wirtschaftsunternehmen des Landes. Bei mindestens 24 der 40 DAX-Konzerne liegt der Analyse zufolge die Mehrheit der Aktien in Depots im Ausland. Deutsche Investoren halten dagegen nur bei vier Unternehmen mehr als 50% der Anteile.

Rekord-Dividende der DAX-Konzerne fließt zum Großteil an ausländische Anleger
KI, Künstliche Intelligenz, Roboter, Zukunft, Industrie 4.0
Meldung

©Alexander Limbach/fotolia.com

22.09.2022

Künstliche Intelligenz: Unternehmen wünschen sich mehr Kontrolle

Wenn Unternehmen über den Einsatz Künstlicher Intelligenz nachdenken, müssen sie sich mit grundlegenden Fragen beschäftigen: Wie können die Verantwortlichen Entscheidungen, die eine KI-Anwendung trifft, transparent gestalten? Wie beherrschen sie mögliche Risiken des KI-Einsatzes? Die Antworten darauf sind wesentlich für die Akzeptanz der Technologie durch Verbraucherinnen und Verbraucher. Laut einer Studie glaubt die Mehrheit, dass KI bei Kundinnen und Kunden einen Vertrauensvorschuss genießt. Gleichzeitig wünschen sich die Teilnehmenden der Studie mehr Kontrollmechanismen.

Künstliche Intelligenz: Unternehmen wünschen sich mehr Kontrolle
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank