• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Zahl der Start-ups in Deutschland steigt weiter

23.01.2020

Zahl der Start-ups in Deutschland steigt weiter

Beitrag mit Bild

© tashatuvango/fotolia.com

Die Zahl der innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland ist erneut gestiegen: Im Jahr 2018 gab es 70.000 Start-ups und damit rund 10.000 mehr als im Jahr zuvor.

Dies zeigt der neue KfW Start-up-Report, der die Zahl und Struktur von innovations- oder wachstumsorientierten Unternehmen untersucht, die maximal 5 Jahre alt sind. Demnach sind die typischen Gründerinnen und Gründer von Start-ups im Vollerwerb tätig, haben ihr Unternehmen neu gegründet, haben ein Gründungsteam oder Mitarbeiter/innen und sind innovations- oder wachstumsorientiert.

Das jeweilige Gründungsverhalten von Männern und Frauen führt dazu, dass der Gründerinnenanteil mit Blick auf Start-ups deutlich sinkt. Denn Frauen gründen seltener innovations- oder wachstumsorientiert, im Vollerwerb, im Team oder mit Mitarbeiter/innen. So liegt der Anteil von Frauen an den Existenzgründungen im Durchschnitt der Jahre 2016-2018 bei 39 %. Der Gründerinnenanteil im Start-up-Bestand ist mit 19 % im Durchschnitt dieser Jahre hingegen nur gut halb so hoch.

Die Innovations- oder Wachstumsorientierung sind die beiden wesentlichen Ansatzpunkte, um den Anteil von Start-up-Gründerinnen zu erhöhen. Innovationsorientierte Gründungen haben häufig einen Technologiebezug. Wie technologieaffin Gründerinnen und Gründer sind, hängt wiederum häufig relativ stark mit ihrem Ausbildungshintergrund zusammen. Absolventinnen und Absolventen von MINT-Studiengängen oder mit technischer Berufsausbildung sind technologieaffiner als andere. Genau diese Ausbildungswege wählen Frauen seltener. Auch Wachstumsorientierung ist häufig eine (Aus-) Bildungsfrage. Für Wachstumsambitionen ist Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten notwendig. Wer an seinen kaufmännischen Fähigkeiten zweifelt, ist deutlich seltener auf Wachstum aus, egal ob Mann oder Frau – wobei dieser Effekt bei Frauen häufiger zum Tragen kommt als bei Männern.

Die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib, kommentiert die Ergebnisse des KfW-Start-up-Reports so: „Der Start-up-Szene in Deutschland fehlen die Frauen. Deutschland kann es sich aber nicht leisten, auf die von ihnen ausgehenden innovativen Impulse und wirtschaftliche Dynamik zu verzichten. Deshalb müssen die Anstrengungen, Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufswege zu gewinnen, intensiviert und Hemmnisse abgebaut werden. Zudem sollten ökonomische Kenntnisse und Kompetenzen bereits in der Schule vermittelt werden. Nicht zuletzt muss der Zugang von Gründerinnen zu Wagniskapital verbessert werden, was die gesamte Start-up-Community positiv beeinflussen würde. Denn mehr erfolgreiche Vorbilder würden weitere Frauen ermutigen.“

(Pressemitteilung KfW vom 20.01.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© Denis Junker / fotolia.com

04.06.2026

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck

Späte Zahlungen und steigende Forderungsausfälle setzen deutsche Unternehmen unter Druck. Die schwache Konjunktur verschärft die Situation – mit direkten Folgen für Liquidität und Lieferketten. Das aktuelle Atradius-Zahlungsbarometer für Deutschland zeichnet ein besorgniserregendes Bild der wirtschaftlichen Lage. „Während sich die Kreditbedingungen der Banken in ganz Westeuropa verschärfen, ist der Druck auf deutsche Unternehmen aufgrund ihrer starken

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck
Meldung

© Olivier Le Moal/fotolia.com

03.06.2026

Stablecoins: Neue Spielregeln im Wholesale Banking

Das weltweite Angebot an Stablecoins dürfte sich bis 2030 auf das Fünf- bis Zwölffache erhöhen. Digitale Bargeldinstrumente sind dabei, die Architektur des Zahlungsverkehrs grundlegend zu verändern – für Banken wird es damit zur dringenden strategischen Priorität, ihre Rolle in diesem Ökosystem neu zu definieren. Das hat die Studie „From Hype to Hard Value: Stablecoin and

Stablecoins: Neue Spielregeln im Wholesale Banking
Meldung

pitinan/123.rf.com

02.06.2026

Finanzplanung per KI: Das Vertrauen wächst

Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Das Vertrauen in Maschinen wächst dagegen: 39 % der Menschen in Deutschland nutzen Künstliche Intelligenz, um ihre Finanzplanung zu optimieren. Das zeigt der aktuelle „AI Sentiment Index 2026 – Fokusthema Finanzen“ von EY, für den weltweit rund 18.000 Menschen in 23 Ländern befragt wurden, darunter 1.000 in Deutschland. Damit

Finanzplanung per KI: Das Vertrauen wächst
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)