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11.06.2025

Studie zu KI in Banken: Mehr Innovation, aber höhere Risiken

Generative KI hat zwar das Potenzial, Prozesse zu verschlanken und die Customer Experience zu verbessern, allerdings bestehen laut Umfrage auch erhebliche Gefahren.

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©peshkova/123rf.com

Praktisch jede Bank weltweit (99 %) hat bereits Generative AI in irgendeiner Form implementiert, 6 von 10 sind allerdings bislang unzufrieden mit dem wirtschaftlichen Nutzen. Dies ist das Ergebnis einer globalen Studie, die Economist Impact im Auftrag von SAS, einem Anbieter von Lösungen für Daten und künstliche Intelligenz (KI), durchgeführt hat.

Generative AI als zweischneidiges Schwert

Einerseits hilft die Technologie dabei, betrügerische Aktivitäten aufzudecken, andererseits machen sie sich Kriminelle zunutze, um Deepfakes und synthetische Identitäten zu erstellen, die sich konventionellen Methoden zur Aufdeckung entziehen. Knapp 80 % der befragten Führungskräfte weltweit erwarten, dass Cyberattacken, Betrug und Finanzverbrechen in den kommenden Jahren wesentliche Auswirkungen auf operative Abläufe haben werden. Unternehmen benötigen deshalb KI-gestützte Abwehrmechanismen in Verbindung mit zuverlässigem Datenmanagement und Governance Frameworks. Letztere befürworten etwa ein Drittel der Umfrageteilnehmer als effektivste Maßnahme für Datensicherheit.

Generative AI hat zwar das Potenzial, Prozesse zu verschlanken und die Customer Experience zu verbessern, allerdings bergen ChatGPT & Co. laut Umfrage auch erhebliche Gefahren. Als größte nennen die Befragten operative Risiken (57 %), Compliance- (48 %) und Governance-Risiken (47 %). Intelligentes Risikomanagement spielt daher eine entscheidende Rolle: Entsprechend implementieren Banken KI für dynamische Stresstests, zur Modellierung von Liquiditätsrisiken und für Echtzeitanalysen – und das, obwohl immerhin 35 % intelligentes Fraud Management als kostspieligste Strategie beurteilen.

Governance und Regulatorik als Startrampe für Innovation

Die Mehrheit der Bankexperten sieht Regulatorik keineswegs als Einschränkung: 68 % meinen, dass sie Innovation begünstigt. Klare Rahmenwerke verschaffen Banken demnach die Grundlage, um Technologieeinführungen verantwortungsvoll voranzutreiben und dabei Kundenvertrauen sowie Compliance zu fördern. Zudem dienen KI-Frameworks als Vorlage, um künftige Innovationen wie Quanten-Computing zu integrieren.

Die Einschätzung von rechtlichen Vorgaben als Chance überwiegt die Herausforderungen vor allem bei den Themen KI-Einsatz (32 versus 19 %), Open Banking (24 versus 10 %) und Blockchain (20 versus 11 %).

Positive Auswirkungen auf innovative Entwicklungen versprechen sich die Befragten auch von neuen Technologien (37 %), Partnerschaften mit Fintechs und Technologiekonzernen (32 %) sowie von einer Firmenkultur, die Lernen und Innovation begünstigt (30 %).

Data Governance stärken und Innovation vorantreiben

„Banken stehen in den kommenden Jahren vor entscheidenden Veränderungen in Form von regulatorischer Fragmentierung, technologischen Disruptionen und, bedingt durch zunehmende Vernetzung, eskalierenden Risiken“, erklärt Stu Bradley, Senior Vice President of Risk, Fraud and Compliance Solutions bei SAS. „Um sich in der Digital-Intelligence-Ära gegenüber dem Wettbewerb zu behaupten, müssen Finanzinstitute das Kundenvertrauen zurückgewinnen, indem sie ihre Data Governance stärken und Innovation verantwortungsvoll vorantreiben.“

Informationen zur Studie

Befragt wurden für den globalen Report „Intelligent Banking: The Future Ahead“ 1.700 Führungskräfte weltweit. Ergänzt werden die Erkenntnisse der Umfrage durch Interviews mit Banken- und Fintech-Experten.

(SAS vom 05.06.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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