• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Aktiengesetz: Virtuelle Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften

17.06.2022

Aktiengesetz: Virtuelle Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften

Aktiengesellschaften sollen Hauptversammlungen dauerhaft auch virtuell abhalten dürfen. Das ist das Ziel eines Gesetzentwurfs (20/2246), den die Bundesregierung vorgelegt hat. Damit soll die aktuell geltende, am 31.08.2022 auslaufende Sonderregelung verstetigt und weiterentwickelt werden. Diese hatte es Aktiengesellschaften in der Corona-Pandemie erstmalig ermöglicht, ihre Hauptversammlungen ausschließlich virtuell – also ohne physische Präsenz der Aktionäre – abzuhalten. In der Praxis sei das Format gut angenommen worden und habe sich „im Großen und Ganzen“ bewährt, schreibt die Bundesregierung in ihrem Entwurf. So seien etwa steigende Teilnehmerzahlen beobachtet worden.

Beitrag mit Bild

©alphaspirit/123rf.com

Durch eine Regelung im Aktiengesetz (AktG) solle es Aktiengesellschaften und verwandten Rechtsformen nun ermöglicht werden, virtuelle Hauptversammlung künftig als zusätzliche Form der Versammlung zu nutzen, so der Deutscher Bundestag in einer Pressemitteilung. In ihren Satzungen könnten Gesellschaften entsprechende Bestimmungen oder Ermächtigungen des Vorstands vorsehen, heißt es im Gesetzentwurf.

Die Regierung plant jedoch, die virtuelle Hauptversammlung an einige zusätzliche Voraussetzungen wie etwa die vollständige Bild- und Tonübertragung der Versammlung sowie die Sicherstellung des elektronischen Frage- und Rederechts geknüpft werden. Zudem sei die virtuelle Hauptversammlung so zu organisieren, dass die Rechtewahrnehmung durch die Aktionäre weitgehend der bei einer Präsenzversammlung gleiche, heißt es im Entwurf. Auch solle es Aktionären möglich sein, Stellungnahmen bereits im Vorfeld der Versammlung einzureichen.

(Pressemitteilung Deutscher Bundestag vom 16.06.2022)


Weitere Meldungen


Meldung

©peterschreibermedia/123rf.com

27.10.2026

Kostendruck bremst grüne Transformation

Fast jedes zweite Unternehmen in Deutschland verschiebt Investitionen in Nachhaltigkeit. Gleichzeitig kritisiert eine deutliche Mehrheit die aufwendigen ESG-Berichtspflichten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Kreditversicherers Atradius. Nachhaltigkeit bleibt wichtig – doch das Geld fehlt Die schwache Industriekonjunktur, Liquiditätsengpässe und geopolitische Unsicherheiten setzen Unternehmen unter Druck. Laut Atradius-Umfrage räumen 73 % der Befragten Nachhaltigkeit weiterhin eine

Kostendruck bremst grüne Transformation
Meldung

© fotogestoeber/fotolia.com

26.10.2026

So viele Gründungen wie seit 15 Jahren nicht mehr

Das Gründungsgeschehen in Deutschland hat 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Nach einer Erhebung des ZEW Mannheim und Creditreform wurden rund 183.000 neue Unternehmen gegründet. Das sind 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Besonders stark fällt der Aufschwung bei wachstumsorientierten, innovativen Start-ups aus. Rund 3.100 solcher Unternehmen

So viele Gründungen wie seit 15 Jahren nicht mehr
Meldung

irrmago/123rf.com

22.10.2026

Investitionsausfälle wachsen auf 420 Milliarden Euro

Der deutschen Wirtschaft sind seit 2020 Investitionen in Milliardenhöhe entgangen. Die Summe entspricht rund 9 % Prozent aller Bruttoanlageinvestitionen der vergangenen sechseinhalb Jahre. Für die Berechnungen hat das IW die tatsächlichen Bruttoanlageinvestitionen vom ersten Quartal 2020 bis zum zweiten Quartal 2026 mit einem Verlauf ohne Pandemie, geopolitischen Krisen und Strukturproblemen in Deutschland verglichen. Investitionen kommen fast

Investitionsausfälle wachsen auf 420 Milliarden Euro
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)