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02.05.2016

Anti-EU Stimmung destabilisiert deutschen M&A-Markt

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Corporate Finance

Während es dem gesamten M&A-Markt in EMEA gut geht, verspielt Deutschland aufgrund seiner momentanen politischen Instabilität seinen Ruf als „Sicherer Hafen“. Mit einem Rückgang der M&A-Aktivitäten im Frühstadium von 8,4% führt Deutschland den bereits in Q1 und Q2 2015 erlebten Negativtrend fort. Außerdem wird prognostiziert, dass sich die Deal-Pipeline in EMEA besonders im Industriesektor füllen wird, während das Transaktionsvolumen im Healthcare-Bereich in den nächsten sechs Monaten abnehmen wird.

Nach den Erkenntnissen des neusten Deal Flow Predictor (DFP) des Software- und Dienstleistungsanbieters Intralinks liegt die Asien-Pazifik-Region mit einem Anstieg der M&A-Aktivitäten von 9,7% auf Platz eins, gefolgt von Europa, dem Mittlere Osten und Afrika (EMEA). Der Intralinks DFP zeichnet das Volumen von M&A-Transaktionen im Frühstadium auf und wurde von unabhängigen Prüfern als zuverlässiges Prognoseinstrument für die M&A-Aktivitäten der nächsten sechs Monate bezeichnet.

EMEA hat sich dank einer starken Performance der Benelux- und skandinavischen Länder, Frankreich, Spanien und Italien positiv entwickelt und verzeichnet einen Anstieg der frühzeitigen M&A-Aktivitäten um 7,5%.

Deutschland enwickelt sich gegen den Trend

Eines der einzigen Länder, die diesem Trend widersprechen, ist Deutschland. Die ansteigende Popularität der antieuropäischen Partei AfD in den jüngsten Landtagswahlen im März führen zu weiterem Unbehagen unter Dealmakern. M&A-Experten waren mit ihren Investitionen im März 2016 deutlich zurückhaltender als noch im März 2015 – das deutsche M&A-Wachstum sank um ganze 22%. „Darüber hinaus spürt Deutschland als führender Exporteur von Investitionsgütern die Auswirkungen der zurückgehenden Nachfrage aus China“, bemerkt Philip Whitchelo, Vice President of Strategy and Product Marketing von Intralinks.

Möglicher Brexit sorgt für Unsicherheit

Die Anti-EU-Stimmung aus einer der größten Volkswirtschaften Europas koppelt sich mit den politischen Spannungen rund um den „Brexit“, der außerdem dazu führt, dass das M&A-Wachstum in Großbritannien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf drei% gesunken ist – im letzten Quartal 2015 verzeichnete Großbritannien noch ein Wachstum von 15%. „In Großbritannien agieren Dealmaker momentan eher zurückhaltend – wahrscheinlich eine Folge des anstehenden EU-Referendums. Wir erwarten, dass diese Entwicklung auch im nächsten Quartal weitergeht, bis am 23. Juni eine Entscheidung getroffen wird“, sagt Philip Whitchelo. Die Ergebnisse des Intralinks DFPs spiegeln auch die Ergebnisse der „Sentiment Survey“ wider. Bei der Umfrage wurden weltweit 1.500 M&A-Experten zur aktuellen Lage des M&A-Marktes befragt. 77% der britischen Befragten gaben an, dass ein Ausstieg aus der EU negative Auswirkungen auf den M&A-Markt haben wird – sowohl in UK als auch in ganz Europa. „Trotz eines schwächeren Marktes in Großbritannien scheinen Dealmaker gewillt zu sein, größere Investitionen in EMEA zu tätigen. Dies sollte in den nächsten sechs Monaten zu einem höheren Niveau an M&A-Ankündigungen führen.“

Frankreich hat sich vom turbulenten Ende 2015 wieder erholt. Dies zeigt das Wachstum der M&A-Aktivitäten im Frühstadium von 14,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – François Hollandes Maßnahmen scheinen langsam Früchte zu tragen.

„Auf Basis unserer Erkenntnisse über die M&A-Aktivitäten im Frühstadium, prognostizieren wir in den ersten neun Monaten 2016 global gesehen eine flache Kurve bezogen auf die Anzahl der bekanntgegebenen Transaktionen im Vergleich zum letzten Jahr – trotz der relativ starken Performance von EMEA. Dies liegt vor allem am Rückgang des M&A-Wachstums in Nord- und Lateinamerika. Die Anzahl der M&A-Ankündigungen in der Asien-Pazifik-Region wird weiterhin steigen, da Dealmaker in dieser Region gezielt investieren um von der dort schnell wachsenden Volkswirtschaft zu profitieren – trotz der Auswirkung des verlangsamten chinesischen Wirtschaftswachstums in dieser Region.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung Intralinks vom 28.04.2016)


Redaktion

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