• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Corona verschärft Lage der Autozulieferer weiter

19.08.2020

Corona verschärft Lage der Autozulieferer weiter

Beitrag mit Bild

© habrda/ fotolia.com

Mehr als die Hälfte der untersuchten 1.000 europäischen Unternehmen mit jeweils mehr als 1 Mrd. USD Umsatz zeigten schon vor COVID-19 Krisensignale, Corona setzt sie nun noch zusätzlich unter Druck. Betroffen sind dabei nicht nur deutsche Unternehmen, auch in den wirtschaftlich starken Ländern Norwegen, Spanien, Finnland und den Niederlanden läuten die Alarmglocken besonders laut. Zu diesen Ergebnissen kommt die zweite Ausgabe des „Kearney Restructuring Score“. Dieser erfasst den Status ausgewählter Sektoren und Branchen anhand von Finanzdaten börsennotierter Unternehmen und bewertet sie hinsichtlich ihrer Krisensymptome. Das Ergebnis wird als zentraler Kennwert abgebildet – dem Restructuring Score.

Blickt man auf die DACH-Region, beunruhigt die hiesige Entwicklung. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zusammen mit einem Score von 2,69 schlechter als der europäische Durchschnittswert von 2,53, stellen die Studienautoren fest. Übertragen auf die untersuchten Unternehmen bedeutet das, dass mehr als 60% aller 203 analysierten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutliche Krisensymptome aufzeigen.

Sorgenkinder Automobilzulieferer

Wirft man einen Blick auf die untersuchten Branchen, fallen einige als besondere Sorgenkinder auf. So etwa die Automobilzulieferer, deren Situation in 60% der untersuchten Fälle als kritisch betrachtet wird. Ende 2018 waren es noch weniger als die Hälfte.

Auch für die Sektoren Bau- und Ingenieurwesen und die Medienbranche sieht es nicht besser aus. Gerade in letzterer zeigt sich, wie COVID-19 die Abwärtsspirale entscheidend beschleunigen könnte, denn viele traditionelle Medienhäuser haben schon vorher um ihre Existenz gekämpft. Nun müssen sie machtlos zusehen, wie neue Wettbewerber wie Netflix dank des Lockdowns zusätzlichen Aufwind erleben.

Positive Ausnahme im Medien- und Kommunikationstechnologiebereich sind der Studie zufolge lediglich die Hersteller von Hardware, denn die weiter steigende Nachfrage nach schnellerer Dateninfrastruktur treibt ihr Geschäft. Dies dürfte insbesondere im Ausbau des 5G-Netzes begründet sein, erklären die Studienautoren.

(Pressemitteilung Kearney vom 19.08.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

pitinan/123rf.com

18.03.2026

Trendwende bei Investitionen in Sicht?

Die Investitionstätigkeit in Deutschland verzeichnet eine durchwachsene Entwicklung. Die staatlichen Investitionen sind zum Jahresende 2025 sprunghaft gestiegen, die privaten Wohnbauinvestitionen haben nach langem Rückgang einen Wendepunkt erreicht. Dagegen mussten die Unternehmensinvestitionen im vierten Quartal einen deutlichen Rückschlag hinnehmen – trotz zuvor eher positiver Signale. Dies zeigt der Investitionsmonitor März 2026 von KfW Research. Staat investiert

Trendwende bei Investitionen in Sicht?
Meldung

© bluedesign/fotolia.com

17.03.2026

Einbruch der Konjunkturerwartungen infolge des Nahost-Kriegs

Nach dem kräftigen Anstieg zum Jahresbeginn brechen die Erwartungen über die Konjunktur Deutschlands im März ein. Sie liegen mit minus 0,5 Punkten um minus 58,8 Punkte unter dem Vormonatswert. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich dagegen leicht verbessert. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 62,9 Punkten um plus 3,0 Punkte über dem

Einbruch der Konjunkturerwartungen infolge des Nahost-Kriegs
Meldung

olegdudko/123rf.com

16.03.2026

Viele Mittelständler ziehen sich aus dem US-Geschäft zurück

Die Handels-, Wirtschafts- und Außenpolitik der seit Anfang 2025 amtierenden US-Regierung trifft auch den deutschen Mittelstand. 52 % der kleinen und mittleren Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen in die USA unterhalten, berichten über negative Auswirkungen auf ihr Geschäft. Für 36 % haben sich bisher keine Änderungen ergeben. Nur rund 7 % haben vom politischen Kurswechsel in den USA profitiert. Dies

Viele Mittelständler ziehen sich aus dem US-Geschäft zurück
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)