• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Crowdfunding-Plattformen haben jetzt einen eigenen Verband

14.04.2016

Crowdfunding-Plattformen haben jetzt einen eigenen Verband

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Crowdfunding hat sich als Finanzierung für Start-ups etabliert. Die Methode steht aber auch immer wieder in der Kritik. Nun bekommen die Plattformen einen Verband.

Der Aufschrei war groß. Das Kleinanlegerschutzgesetz galt im vergangenen Jahr zunächst als Todesstoß für die junge Branche der Crowd-Finanzierer. Doch die neuen Regeln für die Internetplattformen, die bei jedermann Geld einsammeln für Start-ups, Immobilien- und Ökoprojekte, fielen weniger streng aus als befürchtet. Trotzdem bleibt Regulierung für diese kleine Branche ein wichtiges Thema. Das ist einer der Gründe, warum nach Informationen des Handelsblatts jetzt der Bundesverband Crowdfunding gegründet wurde.

Crowdinvesting im Fokus

Anders als der Name des Verbands vermuten lässt, geht es ihm nicht nur um „Funding“ im engen Sinne – also jene spendenähnliche Finanzierungsform, bei der Geldgeber weder Rendite noch die Rückzahlung ihres Kapitals erwarten. Im Fokus der Verbandsarbeit soll „Crowdinvesting“ stehen. Hier wird Anlegern eine Gewinnbeteiligung oder eine Festverzinsung versprochen. Läuft es schlecht, kann es auch zum Totalverlust kommen.

22 Gründungsmitglieder hat der neue Branchenverband

Seit 2012 wurden nach Schätzung des neuen Verbands in Deutschland rund 90 Mio. € per Crowdinvesting eingesammelt. Die Hälfte komme von den Mitgliedern des Verbands. Zu den 22 Gründungsmitgliedern zählen Bettervest, Companisto, Conda und Exporo. Seedmatch, einer der größten Marktteilnehmer, hat sich bisher nicht angeschlossen. Man wolle abwarten, welchen Mehrwert der Verband biete. Auch Kreditplattformen, die das sogenannte „Crowdlending“ bieten, sind nicht dabei. Auf solchen Plattformen werden zum Beispiel Kredite von privat an privat vermittelt.

Qualitätssicherung als oberstes Ziel

„Eines unserer wichtigsten Ziele ist die Qualitätssicherung“, sagt Verbandssprecher Jamal El Mallouki. Die Mitglieder unterwerfen sich einem Verhaltenskodex. Sie verpflichten sich zu Transparenz und leicht verständlichen Geschäftsbedingungen. Das sei nicht selbstverständlich, so El Mallouki. „Der Markt soll keine Glücksritter anziehen, die es mit dem Anlegerschutz nicht so genau nehmen.“ Noch ist Schwarmfinanzierung ein Nischenphänomen. Wegen häufig verwendeter Nachrangdarlehen bewerten Verbraucherschützer die Investing-Angebote meist kritisch. Auch diesem Thema will sich der Verband widmen.

(Quelle: Handelsblatt vom 13.04.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©peshkova/123rf.com

11.08.2026

Jedes vierte Startup hat wegen KI auf Neueinstellungen verzichtet

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat Auswirkungen auf die Jobs in Tech-Startups. In den vergangenen zwölf Monaten hat rund jedes vierte Tech-Startup (27 %) wegen KI auf Neueinstellungen verzichtet, 7 % haben deshalb sogar Stellen abgebaut. Zugleich haben 16 % aber wegen KI zusätzliches Personal eingestellt, in jedem zweiten Startup (50 %) hat KI keine Auswirkungen auf den Personalbedarf.

Jedes vierte Startup hat wegen KI auf Neueinstellungen verzichtet
Meldung

©vege/fotolia.com

10.08.2026

Gebäudeenergieregister soll Finanzwirtschaft Daten liefern

Das geplante nationale Gebäudeenergieregister soll nach Angaben der Bundesregierung auch Finanzunternehmen bei der Bewertung und Finanzierung von Immobilien unterstützen. „Das Gebäudeenergieregister kann für Finanzunternehmen bei der Bepreisung von Krediten oder dem Zeichnungsgeschäft hilfreich sein, indem es erleichtert, energetische Kennzahlen verfügbar zu machen“, schreibt sie in der Antwort (21/7442) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis

Gebäudeenergieregister soll Finanzwirtschaft Daten liefern
Meldung

© vege/fotolia.com

06.08.2026

Kritische Rohstoffe aus China: Sechs von zehn Firmen fürchten Stillstand

Sechs von zehn Unternehmen, die kritische Rohstoffe direkt oder indirekt benötigen, befürchten Produktionsstopps oder Verzögerungen, sollte China seine Beschränkungen bei kritischen Rohstoffen wie Seltene Erden, Lithium oder Gallium ausweiten. 88 % rechnen mit höheren Beschaffungskosten, 71 % mit Lieferengpässen, vier von zehn droht der Verlust von Kunden. Das zeigt eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)

Kritische Rohstoffe aus China: Sechs von zehn Firmen fürchten Stillstand
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)