• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Deutschland auf Platz 9 der attraktivsten Länder für Venture Capital- und Private Equity-Investoren

22.06.2016

Deutschland auf Platz 9 der attraktivsten Länder für Venture Capital- und Private Equity-Investoren

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Laut des aktuellen „Venture Capital and Private Equity Country Attractiveness Index“ der IESE Business School sind die USA, Großbritannien und Kanada die Top 3 der attraktivsten Länder für Venture Capital- und Private Equity-Investoren. Deutschland rangiert noch vor den Nachbarn aus der Schweiz unter den Top 10 auf Platz 9, nach Singapur, Hongkong, Australien, Japan und Neuseeland.

USA führen den Attraktivitätsindex bereits im siebten Jahr an

Bereits im siebten Jahr führen die USA den Attraktivitätsindex an, der seit 2006 125 Volkswirtschaften rund um den Globus nach vielversprechenden Märkten scannt und die Stärke der Institutionen, staatliche Unterstützung von Unternehmen, Investorenschutz und Corporate Governance bewertet. Die USA konnten sich insbesondere dank ihrer starken Unternehmerkultur, guten Handelsbedingungen und Liquidität ihrer Kapitalmärkte erneut an die Spitze setzen. Außerdem konnte die nordamerikanische Volkswirtschaft qua aktuellem Konjunkturbarometer, den sozialen Infrastrukturen und dem Investorenschutz punkten. Lediglich bei der Besteuerung rangieren die USA nicht unter den Top 5. Tatsächlich bieten 51 Volkswirtschaften ein vorteilhafteres steuerliches Umfeld für Unternehmen.

Die Studienautoren Prof. Dr. Heinrich Liechtenstein von der IESE, Prof. Dr. Alexander Groh von der EMLYON Business School, Dr. Karsten Lieser von der Allianz Real Estate und Markus Biesinger von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung identifizieren mit ihrer Studie auch Emerging Markets, erstellen Risikoprofile und evaluieren politische Bedingungen für Investoren. Der VC/PE Index verfolgt insbesondere auch die Trends in den Schwellenmärkten.

Positive Trends bei den Philippinen, Kasachstan und Lettland

Zu den meistversprechenden „Five-Year Movers“ zählen die Philippinen, die sich dank Wirtschafts-wachstum und Kapitalmarktentwicklung um 20 Punkte auf Platz 42 hocharbeiten konnten. Positive Trends sieht der Index auch in Kasachstan und Lettland, beide konnten sich in den letzten 5 Jahren um 15 Punkte auf Platz 49 und 52 verbessern. Unter negativen Trends leiden Zypern, das um 20 Punkte auf Platz 67 fiel, Tunesien, das 16 Punkte verlor und auf Platz 65 landete, sowie Brasilien, Ägypten und Syrien, welche um 13 Punkte auf Platz 54, 70 und 121 rutschten. Brasilien ist dabei das am Wenigsten attraktive und China das derzeit stärkste Land aus der Gruppe der sogenannten BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika). Wobei Indien an Boden gewinnt und Südafrika den Spitzenplatz unter den afrikanischen Ländern einnimmt.

Viele westeuropäische Länder unter den Top 30

Der VC/PE Index verfolgt auch regionale Trends. Ein großer Teil der westeuropäischen Länder versammelt sich unter den Top 30, darunter Großbritannien (Platz 2), Deutschland (9), die Schweiz (10), Dänemark (12), Norwegen (13), Schweden (15), Niederlande (16), Irland (17), Belgien (18), Frankreich (21), Österreich (23), Spanien (26) und Luxemburg (30). Nur die westeuropäischen Inseln Zypern und Malta können mit den Plätzen 67 und 69 nicht nachziehen. Unter den osteuropäischen Ländern ist Polen auf Platz 25 der Top-Performer. Im Nahen Osten steht Israel auf Platz 19 an der Spitze, und in Lateinamerika Chile auf Platz 27. Im für Investments insgesamt riskanten Afrika sticht neben Südafrika auf Platz 32 Mauritius auf Platz 45 hervor. Der Inselstaat erreichte dies durch Verbesserung des Investorenschutzes und der Corporate Governance. Neu im Ranking sind Sri Lanka auf Platz 57, Katar (Platz 68), Libanon (79), Bolivien (101) und Aserbaidschan (104).

Den “Venture Capital and Private Equity Country Attractiveness Index“ finden Sie hier Download.

(Pressemitteilung IESE Business School Campus München vom 21.06.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© pichetw/fotolia.com

24.03.2026

Zahl der Gewinnwarnungen gesunken – CFOs planen konservativer

Die Zahl der Gewinnwarnungen deutscher börsennotierter Unternehmen ist im Jahr 2025 deutlich gesunken. Nach einem Höchststand von 160 Gewinnwarnungen im Jahr 2023 und einem weiterhin hohen Niveau von 153 im Jahr 2024 wurden im vergangenen Jahr insgesamt 118 Gewinnwarnungen registriert. Sinkende Umsätze sind für mehr als die Hälfte der Unternehmen der wichtigste Grund für die

Zahl der Gewinnwarnungen gesunken – CFOs planen konservativer
Meldung

©Egor/fotolia.com

23.03.2026

Aktionärsrechte im Rückzug: Krise der Corporate Governance

Die Corporate Governance börsennotierter Unternehmen steht seit Jahren zwischen Reformanspruch und Vertrauenskrise. Obwohl gesetzliche Vorgaben und der Deutsche Corporate Governance Kodex Transparenz, Kontrolle und verantwortungsvolle Unternehmensführung sichern sollen, zeigen sich in der Praxis immer wieder deutliche Defizite. Im Interview erläutert Robert Peres, Rechtsanwalt und Vorsitzender der Initiative Minderheitsaktionäre, wo die strukturellen Schwächen liegen und warum

Aktionärsrechte im Rückzug: Krise der Corporate Governance
Meldung

©JürgenFälchle/fotolia.com

23.03.2026

Steigende Energiepreise gefährden wirtschaftliche Erholung

Der eskalierende Krieg im Nahen Osten seit Anfang März 2026 erhöht die wirtschaftlichen Risiken für Deutschland deutlich. Eine aktuelle Analyse auf Basis des ZEW-Finanzmarkttests zeigt, dass insbesondere steigende Energiepreise und wachsende Unsicherheit die konjunkturelle Entwicklung belasten könnten. Während die Auswirkungen bei einer kurzen Kriegsdauer begrenzt bleiben, drohen bei einem länger anhaltenden Krieg spürbare Einbußen beim

Steigende Energiepreise gefährden wirtschaftliche Erholung
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)