• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • D&O-Versicherungen werden teurer und anspruchsvoller

08.10.2020

D&O-Versicherungen werden teurer und anspruchsvoller

Beitrag mit Bild

© v.poth/fotolia.com

Sowohl auf dem deutschen als auch dem globalen Markt für D&O-Versicherungen (Directors & Officers-Versicherungen), landläufig auch Manager-Versicherungen genannt, weht zur Zeit ein harter Wind. Unternehmen, die Verträge verlängern müssen, stehen nicht nur erhebliche Prämienerhöhungen ins Haus, sondern auch harte Verhandlungen über den Deckungsumfang.

Das zeigt der jüngste Marktreport des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon. D&O-Policen sichern Vorstände, Geschäftführer und Aufsichträte gegen Schadenersatzansprüche ab, die aus ihrer Tätigkeit als Organ einer Gesellschaft entstehen können.

Während auf der einen Seite die Haftungsrisiken für Manager nicht zuletzt durch die Covid-19-Krise immer größer werden, ziehen sich Versicherer zunehmend aus dem D&O-Markt zurück. Aon hat einen Rückgang von rund 50 % der Kapazitäten festgestellt. Das führt zu deutlichen Preissteigerungen. Der Aon D&O-Pricing-Index zeigt, dass sich die Prämien mit einen durchschnittlichen Steigerungssatz von 102,7 Prozent im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt haben. Im zweiten Quartal lag dieser Steigerungssatz immer noch bei 74,4 Prozent.

Gleichzeitig versuchen die Versicherer, den Umfang der Deckung zu reduzieren und angeblich auf den Kern der Managerhaftung zurückzuführen. Teils bergen jedoch vermeintlich kleine Änderungen bei den Vertragsverlängerungen erhebliche Risiken für einen Manager. Dies gilt zum Beispiel, wenn es um Absicherung von Sachverhalten aus der Vergangenheit geht. Hinzu kommen Deckungsausschlüsse und gezielte Fragestellungen, insbesondere im Bereich Insolvenz-, Cyber- und Covid-19-Risiken. Die Aon-Berater haben ausserdem festgestellt, dass Versicherer sich oftmals nicht detailliert mit dem konkreten Risiko eines Kunden auseinandersetzen. Stattdessen erfolgen gleichsam automatisch Deckungsablehnungen bei sogenannten Problembranchen oder pauschale Prämienerhöhungen.

„Kunden müssen sich darauf einstellen, dass bei der Vertragsverlängerung wesentlich umfassender Informationen bereitgestellt werden müssen. Unbedingt sollte sowohl für die Ausschreibung als auch die Vertragsverhandlungen mehr Zeit eingeplant und vor allem die technischen Auswirkungen von Änderungen sorgsam geprüft werden”, erläutert Marcel Roeder, Chief Broking Officer Specialty bei Aon in Deutschland. „Ein zu enges Zeitfenster am Ende des Renewals kann die Verhandlungsposition des Versicherungsnehmers ebenso deutlich schwächen, wie unerkannte Versicherungslücken bei künftigen Schadenfällen”, ergänzt er.

Der Aon Marktreport zum Thema D&O-Versicherung kann hier heruntergeladen werden.

(Pressemitteilung Aon vom 08.10.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©andreypopov/123rf.com

05.03.2026

Mittelstand zeigt sich wieder innovationsfreudiger

Deutschlands Mittelstand zeigt sich wieder etwas innovationsfreudiger. Im Zeitraum zwischen 2022 und 2024 haben 41 % – oder 1,6 Millionen – der mittelständischen Unternehmen innerhalb der vorangegangenen drei Jahre mindestens eine Innovation getätigt. Das waren zwei Prozentpunkte mehr als zwischen 2021 bis 2023. Die Ausgaben der Unternehmen für Innovationen lagen 2024 bei 35,4 Milliarden Euro, das waren

Mittelstand zeigt sich wieder innovationsfreudiger
Meldung

© Robert Kneschke /fotolia.com

04.03.2026

Baufinanzierungsstudie: Markt steht zunehmend unter Druck

59 Milliarden Euro Neugeschäftsvolumen: Der Baufinanzierungsmarkt verzeichnet im vierten Quartal 2025 ein Plus von 15 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Doch gestiegene Zinsen und konjunkturelle Unsicherheiten bremsen die Dynamik. Zu diesem Ergebnis kommt die Baufinanzierungsstudie Q4 2025 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) in Kooperation mit der Interhyp AG. „Das robuste Wachstum im Neugeschäft

Baufinanzierungsstudie: Markt steht zunehmend unter Druck
Meldung

peshkova/123rf.com

03.03.2026

KI gegen Finanzkriminalität: Vom Trend zur Pflichttechnologie

Künstliche Intelligenz ist heute ein zentraler Bestandteil moderner Strategien zur Bekämpfung von Finanzkriminalität – mit klarem Fokus auf Effizienzsteigerung und Next-Generation-Sicherheitstechnologien wie verhaltensbasierter Biometrie. INFORM, Entwickler von Softwaresystemen für KI-gestützte Entscheidungsfindung in den Bereichen Risiko, Betrug und Compliance, veröffentlichte zentrale Ergebnisse seiner aktuellen Branchenumfrage „The Artificial Intelligence & Anti-FinCrime Market Research Survey“. Die Resultate unterstreichen

KI gegen Finanzkriminalität: Vom Trend zur Pflichttechnologie
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)